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Leif Enger: Ein wahres Wunder

Roman
Manhattan
Aus dem Englischen von Regina Rawlinson
Originaltitel: Peace like a River
Umfang: 416 Seiten
Ladenpreis: sFr 38,50 / € 21,90 [D] ISBN: 3-442-54539-0
Erscheinungstermin: Februar 2002

Als Reuben Land geboren wurde, wollte das Baby partout nicht atmen. Seinem Vater, nicht den Ärzten, gelang es dann doch noch, das Baby ins Leben zu holen, indem er ihm mit fester Stimme den eindeutigen Befehl zum Atmen gab.

Elf Jahre danach macht sich sein Vater Jeremiah gemeinsam mit Reuben und dessen Schwester Swede auf die Suche nach dem älteren entflohenen Sohn Davy. Ihre lange Suche führt sie quer durch den gesamten amerikanischen Westen. Bei „Ein wahres Wunder“ handelt es sich um eine bezaubernde, poetische Geschichte über das Leben und auch über die Kraft der Liebe.

Zeitlich befinden wir uns zu Beginn der 1960er-Jahre. Reuben lebt mit seinem Vater, er ist Hausmeister an der Schule, seiner kleineren Schwester Swede und dem schon fast volljährigen Bruder Davy in der Kleinstadt Roofing in Minnesota. Die Mutter hatte ihre Familie schon vor längerer Zeit verlassen, deshalb hängt Reuben sehr an seinem Vater Jeremiah. Er weiß, dass sein religiöser Vater ein besonderer Mensch ist. Eines Nachts sieht Reuben, wie Jeremiah, der sehr in sein Gebet vertieft ist, über die Ladefläche des Lastwagens hinaus schreitet und sicheren Schrittes einfach durch die Luft weitergeht. Nun wusste Reuben, dass sein Vater Wunder vollbringen kann.

Die beiden Halbstarken Tommy und Israel bedrängen eines Tages die Freundin seines Bruders Davy. Jeremiah konnte gerade noch einschreiten. Wenig später dringen die Halbstarken mit Gewalt in Jeremiahs Haus ein, um sich zu rächen. Dabei hat Davy sie erschossen, wofür er wegen Mordes angeklagt wird. Aber er entflieht aus dem Gefängnis, schnappt sich ein Pferd und entschwindet in die Dunkelheit.

Die Fahndung nach ihm bleibt erfolglos. Doch Vater Jeremiah möchte seine Familie wieder vereinen und beschließt, dass sich alle zusammen auf die Suche nach ihm machen. Verfolgt vom FBI ziehen sie durch märchenhafte Winterlandschaften und kommen schließlich in den Badlands an, das ist eine Felsformation in North Dakota, wo sich Davy beim zwielichtigen Jape Waltzer versteckt halten soll. Reuben findet seinen Bruder dort tatsächlich und schwört, dass er das Versteck nicht verraten wird. Aber nachdem Jape jemanden ermordet hat, führt Reuben schließlich eine Suchmannschaft zu jener abgelegenen Hütte, die aber schon leer ist.

Jeremiah und sein Gefolge kehren enttäuscht zurück und bewohnen nun eine Farm etwas außerhalb von Roofing. Eines Tages taucht Davy dort auf, wird aber von Jape Waltzer verfolgt, weil dieser glaubt, dass Davy ihn verraten hat. Waltzer beginnt blindwütig um sich zu schießen, dabei werden Jeremiah und Reuben getroffen. Letzterer verliert sogleich sein Bewusstsein und gleitet in eine märchenhafte Traumwelt ab, wo er seinem Vater begegnet, der ihm noch einmal das Leben schenkt. Als Reuben wieder die Augen aufmacht, ist seine eigentlich tödliche Wunde verheilt, aber sein Vater Jeremiah ist dafür seinem Streifschuss erlegen.

Leif Enger spinnt noch viele Episoden um diese Basis: Reubens erste Liebe, die wundersame Begegnung mit einer jungen Witwe, welche für Reuben wie eine Mutter ist, oder Jeremiahs „Wahre Wunder“. Die kleine, romantisch veranlagte Schwester Swede ist übrigens überzeugter Westernfan und entwickelt sich schon in jungen Jahren zur begabten Dichterin.

Der Autor

Leif Enger ist in Osakis, Minnesota, aufgewachsen. Zunächst arbeitete er als Reporter und Redakteur in einem lokalen Radiosender. Mit diesem Debüt „Ein wahres Wunder“ wurde Leif Enger quasi über Nacht zu einem Bestsellerautor. Ganz authentisch lebt Enger mit seiner Frau und zwei Söhnen in Minnesota auf einer Farm.

Pressestimmen

Denver Post – „Ganz selten, nur alle paar Jahre einmal, gibt es ein Buch, das solch wundervolle Charaktere und eine solch großartige Prosa vorweisen kann, und das man nicht nur liest, weil man herausfinden will, wie es endet, sondern auch wegen der reinen Freude, die die Lektüre jeder einzelnen Seite einem bereitet. ‚Ein wahres Wunder‘ ist eines dieser sehr seltenen Bücher, die einem ein beständiges Lächeln auf das Gesicht zaubern, die den Leser oft innehalten und zurückblättern lassen, weil sie ihn verzaubert haben durch ihre einfache, makellose Schönheit. … Sie werden dieses Jahr nichts Besseres zu lesen bekommen. Gehen Sie los und kaufen Sie sich ein Exemplar. Dieser Roman ist etwas ganz Besonderes.“

Frank McCourt – „Mit einer Sprache, klar und frisch wie ein Herbsttag in Minnesota, entfaltet ‚Ein wahres Wunder‘ einen Zauber, so wundersam und weise, dass einem das Herz aufgeht.“
Jim Harrison – „Sobald man ‚Ein wahres Wunder‘ aufschlägt, wird man unweigerlich mitgerissen von der elementaren Kraft der Erzählung, wird vorangetrieben von dem unbezwingbaren Wunsch zu erfahren, was geschehen wird mit den Charakteren, die einem so sehr ans Herz gewachsen sind.“

Rick Bass – „Ein wirklich großartiges Buch, in dessen Lektüre der Leser vollständig und aufs wundervollste versinken kann. Die Menschen in diesem Buch begleiten einen Tag und Nacht; und indem wir es lesen, überschreiten wir die Grenze zu einem erstaunlichen Land.“

Publishers Weekly – „Ein überwältigendes Debüt, das den Leser umfängt und wärmt wie eine weiche Decke im kalten Winter; ein Roman über Glauben, Wunder und über die Stärke von Familienbanden, der selbst ein wahres Wunder ist.“Booklist – „Engers Sprache ist von jener Klarheit und jenem Reichtum, nach denen viele Dichter oft vergeblich streben. Der Leser wird hineingezogen in eine außerordentlich tief empfundene, bewegende Geschichte … Hinter Engers bezwingender Prosa steht seine profunde Einsicht in das Wesen der menschlichen Natur.“

New York Times Book Review – „Enger zeichnet sich durch eine überraschend lebhafte Schreibweise und äußerst geschickt konstruierte Sätze aus.“

Kirkus Reviews – „Wunderschön geschrieben; ein Buch, erfüllt von der einzigartigen Stimmung und dem Duft der weiten Ebenen Amerikas.“

Los Angeles Times Book Review – „Solche Romane gibt es nicht allzu oft!“